Benno- oder: Wie ich beim Sex fast erstickte

Das mit mir und Benno, war eine längere Geschichte, bis zum ersten Sex verging beinahe ein ganzes Jahr.
Benno leitete ein Unternehmen und war deshalb immer ziemlich beschäftigt.
Meine Meinung von Benno war eigentlich vom ersten Moment an klar: arrogant, unzuverlässig, aber verdammt gutaussehend!
Eine sehr gefährliche Mischung und dennoch brach ich es nicht wirklich übers Herz ihn in den Wind zu schießen.
Zwischen dem Match und dem ersten Treffen lagen Monate und als es dann endlich so weit war, verstanden wir uns echt blendend.
Der Beruf, den Benno ausübte, bestand darin mit Leuten zu diskutieren und dementsprechend war er sehr kommunikativ.
Sein Dialekt turnte mich zwar sehr ab, aber er war einfach ein zu hübscher Mann und ich wollte mit ihm ins Bett!
Ab dem Zeitpunkt schrieben wir unentwegt miteinander, vor allem darüber wie wir es miteinander treiben würden.
Es wurde zum Ritual, dass er mich jeden Abend vor dem Schlafen gehen über FaceTime anrief und wir so gemeinsam zum Höhepunkt kamen.
Obwohl ich sehr heiß auf ihn war, wollte ich mit dem richtigen Sex noch warten.
Die Warterei, machte uns immer geiler aufeinander und zwei Monate nach unserem realen Kennenlernen, war es dann endlich so weit.
Hätte ich gewusst was mich in dieser Nacht erwartete, wäre ich niemals durch seine Tür gegangen.
Als ich bei ihm ankam, tranken und rauchten wir etwas und redeten über Gott und die Welt.
Ich muss zugeben, dass Benno bis dato der erste Mann auf Tinder war, mit dem ich mich wirklich gut unterhalten konnte.
Wir wechselten von der Couch aufs Bett und endlich, nach so vielen Monaten schliefen wir miteinander.
Der Sex an sich war sehr gut, Benno wusste was er tat und ich ließ mich total fallen.
Ich war sehr überrascht, als er plötzlich das Licht ausknipste, aber mit dem was dann kam hatte ich wirklich nicht gerechnet.
Ohne Verwarnung setze sich dieser Mann auf mein Gesicht und fing nebenbei an sich einen runterzuholen, dabei schrie er, die ganze Zeit wie eine Dauerwerbesendung: „Leck mein Arschloch, fick mich mit deiner Zunge, steck mir zwei Finger rein.“
Ich wusste nicht was mit mir geschah, ich versuchte ihn von meinem Gesicht zu drücken, aber er reagierte nicht.
Langsam wurde es ernst, ich bekam weder Luft durch meinen Mund, noch durch meine Nase.
Alles woran ich dachte war, wie sinnlos ich sterben würde…
Ich entschied, dass das noch nicht das Ende war, nahm meine ganze Kraft zusammen und schubste ihn von mir runter.
Bis heute schreibt mir Benno noch alle drei Wochen, ob wir den geilen Sex wiederholen wollen, aber ich habe beschlossen, dass auf meinem Grabstein mehr stehen soll, als
erstickt durch die Arschbacken eines Mannes, den ich bei Tinder kennengelernt habe!

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